Ich bin Katja Pernack, Historikerin und Ortschronistin.

Angefangen habe ich wie du: mit Erzählungen, die niemand aufgeschrieben hat, und mit Fragen, die ich zu spät gestellt habe.

Mein erster Versuch endete in Verwirrung – zu viele Namen, zu viele Möglichkeiten, kein Anfangspunkt. Erst als ich der Reihe nach vorging, wurde aus dem ersten Namen ein Kirchenbucheintrag und aus dem Eintrag ein Lebenslauf. Dass dieser Weg gangbar ist, auch ohne Vorkenntnisse, ist der Grund für alles, was du hier findest.

Portrait12
  • Magistra Artium, Universität Leipzig
  • Ortschronistin für Tagewerben, Sachsen-Anhalt
  • seit über fünf Jahren eigene Familienforschung

Angefangen hat es mit meiner Großmutter

Schon als Kind saß ich gern dabei, wenn die Älteren von früher erzählten. An erstaunlich viele dieser Geschichten erinnere ich mich bis heute: wie das Leben einmal war, wer mit wem, wo und warum. Was mir fehlte, waren die Ankerpunkte. Zu wem gehörten diese Erzählungen eigentlich? Wer war die junge Frau, die als Rotkreuzschwester im Zweiten Weltkrieg vermisst wurde? Und wer der Onkel, der an der Somme fiel?

Wenn ich an diese Zeit zurückdenke, sitze ich mit meiner Großmutter auf der Couch, zwischen uns ein altes Fotoalbum. Seite um Seite, mit jedem Foto ein neuer Name und ein Zusammenhang, den ich vorher nicht hatte. Ich habe zugehört – interessiert, aber ohne Stift in der Hand.

Dann starb sie, und ich konnte mich nicht mehr neben sie setzen und fragen. Aus der alten Neugier wurde ein Bedürfnis: Ich wollte wissen, wo ich herkomme. Nicht nur gefühlt, sondern greifbar.

Also bin ich den Spuren selbst nachgegangen, erst ungeordnet, dann mit System. Aus einer Handvoll Namen wurden Kirchenbucheinträge, aus den Einträgen Lebensläufe. Und bei jedem neuen Fund diese Goldgräberstimmung, die bis heute nicht nachgelassen hat.

Das ist der Grund, warum es Ahnenhub gibt. Nicht die Ahnenforschung als Hobby, sondern der Moment davor: wenn jemand merkt, dass Erinnerungen nicht von allein bleiben.

Mein erster Versuch ging daneben

Mein erster Anlauf liegt viele Jahre zurück, und er ging gründlich daneben. Ich habe dort angefangen, wo heute fast alle anfangen: im Internet. Es folgten ein paar Tage, in denen ich geklickt, gesucht und wieder verworfen habe. Gesammelt habe ich am Ende vor allem Frust. Lange gedauert hat der Versuch nicht.

Heute weiß ich, woran das lag, und es lag nicht an mir. Viele Unterlagen aus den letzten hundert Jahren sind wegen der Schutzfristen noch gar nicht frei einsehbar, und ein großer Teil der Bestände liegt bis heute in Archiven statt auf einem Server. Wer online anfängt, findet deshalb entweder nichts Brauchbares oder zu viel, das sich nicht einordnen lässt.

Dein Startpunkt liegt woanders: bei dem, was in deiner Familie ohnehin schon da ist. Im Gedächtnis der Älteren, in Gesprächen, in Kisten und Ordnern, die seit Jahren niemand geöffnet hat. Das ist weniger spektakulär als eine große Datenbank. Es hält dich aber auf dem richtigen Weg.

Womit ich arbeite

Ich habe Geschichte studiert und bin Magistra Artium der Universität Leipzig. Heute bin ich Ortschronistin für Tagewerben in Sachsen-Anhalt. Das heißt: Ich sammle, ordne und schreibe die Geschichte eines Ortes auf – mit allem, was an Akten, Fotos und Erinnerungen dazugehört.

Für meine eigene Familienforschung sitze ich an denselben Quellen, mit denen du es zu tun bekommen wirst. An Kirchenbüchern, den handgeschriebenen Verzeichnissen der Pfarreien, in denen Taufen, Trauungen und Sterbefälle über Jahrhunderte eingetragen wurden. An Standesamtsregistern, die es erst seit den 1870er Jahren gibt und die vieles leichter machen, sobald man dort angekommen ist. Und an Archivbeständen, die nicht digitalisiert sind und die man vor Ort bestellen muss.

Das erwähne ich, weil es einen Unterschied macht, ob jemand über Kirchenbücher schreibt oder regelmäßig in ihnen liest.

Ein Kirchenbucheintrag aus dem 18. Jahrhundert – Handschrift und Abkürzungen muss man lesen lernen.

Eine Hochzeit in Niederschlesien, wahrscheinlich 1918. Eines der wenigen Bilder, die die Flucht meiner Urgroßmutter aus Schlesien im Winter 1945 überstanden haben.

Sieben Namen auf einem Foto

Was das praktisch bedeutet, zeigt ein Foto aus meiner eigenen Familie. Es zeigt die zweite Hochzeit meiner Urgroßmutter, nachdem ihr erster Mann vor Verdun gefallen war.

Zu Beginn meiner Recherche konnte ich zu keiner der Personen darauf etwas sagen, und mit der lückenhaften Aktenlage für diese Gegend hätte ich es auch nicht für möglich gehalten. Heute kann ich sieben von ihnen benennen und zwei weitere einem Familienzweig zuordnen.

Für über fünf Jahre Arbeit klingt das nach wenig. Für mich war jede Minute davon es wert, weil ich jetzt weiß, wem ich da in die Augen sehe.

Was du bei mir bekommst

Bei Ahnenhub gibt es keine Auftragsrecherche. Ich erstelle keine Stammbäume gegen Stundenhonorar und übernehme die Suche nicht für dich. Das ist eine bewusste Entscheidung, keine Lücke im Angebot.

Wer die eigene Familiengeschichte selbst zusammenträgt, versteht am Ende, wie sie zustande gekommen ist – und kann weitersuchen, wenn meine Anleitung längst zugeklappt ist. Deshalb schreibe ich Leitfäden und baue Vorlagen: Schritt für Schritt, in verständlichem Deutsch, ohne vorausgesetztes Vorwissen und ohne Software, die du erst lernen musst.

Ein ehrliches Wort dazu: Ahnenforschung ist kein Projekt mit Garantie. Quellen sind lückenhaft, Kirchenbücher fehlen, manche Frage bleibt offen. Wichtiger als Tempo ist deshalb sicherer Fortschritt – lieber ein Schritt, der belegt ist, als drei, die du später zurücknehmen musst.

„Ich nehme dich an die Hand, statt die Arbeit für dich zu erledigen.“

Für wen ich schreibe

Für Menschen, die gerade anfangen. Für die, die einen Ordner voller Papiere geerbt haben und nicht wissen, was davon wichtig ist. Für die, die vor einem Karton alter Fotos sitzen und bei der Hälfte der Gesichter raten müssen.

Wenn du seit zwanzig Jahren Kirchenbücher transkribierst, wirst du bei mir wenig Neues finden. Dafür bist du auch nicht gemeint.

Wenn du anfangen möchtest

Der einfachste erste Schritt kostet nichts und dauert einen Nachmittag: Setz dich mit der ältesten Person deiner Familie zusammen und stell die Fragen, die später niemand mehr beantworten kann. Welche das sind, habe ich aufgeschrieben.

Du bekommst die Fragen als PDF an deine E-Mail-Adresse, sobald du dich für meinen Newsletter angemeldet hast. Abmelden kannst du dich jederzeit mit einem Klick.